DISINFO: Die UdSSR unterzeichnete den Ribbentrop-Molotow-Pakt mit dem nationalsozialistischen Deutschland aufgrund der aggressiven Außenpolitik Polens.

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DISINFO: Die UdSSR unterzeichnete den Ribbentrop-Molotow-Pakt mit dem nationalsozialistischen Deutschland aufgrund der aggressiven Außenpolitik Polens.

SUMMARY

Historische Dokumente, die kürzlich vom russischen Außenministerium veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Sowjetunion aus zwei Gründen beschloss, den Ribbentrop-Molotow-Pakt mit dem nationalsozialistischen Deutschland zu unterzeichnen: der aggressiven Außenpolitik Polens, die eine sowjetische Allianz mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich verhinderte, und der Angst vor einer eventualen polnisch-deutschen Militärallianz, die eine wirklich ernsthafte Bedrohung für die UdSSR darstellen würde.

RESPONSE

Es werden keine dokumentarischen Beweise zur Unterstützung der Aussage bereitgestellt und es werden keine Daten angegeben, um selbst die oberflächlichste Hintergrundüberprüfung zu ermöglichen. Dies ist Teil der russischen Bemühungen um historischen Revisionismus, um Russlands Rolle im Zweiten Weltkrieg als nicht-aggressive Macht und Polen als einen der Hauptschuldigen des Konflikts darzustellen. Im Hinblick auf den Molotow-Ribbentrop-Pakt ist es ein bewiesenes historisches Faktum, dass er das Geheime Zusatzprotokoll enthielt, welches die Aufteilung Polens und anderer osteuropäischer Länder zwischen der UdSSR und Deutschland vorsah. Somit führte die Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Pakts zu deutscher und sowjetischer militärischer Aggression gegen Polen im September 1939, was in der vollständigen Besetzung Polens durch Deutschland und die UdSSR resultierte. Sie können weitere Beispiele für Desinformationsnarrative über den Ribbentrop-Molotow-Pakt hier, hier und hier sowie über die angebliche Schuld Polens hier, hier und hier sehen.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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