DISINFO: Die Farbenrevolution in Weißrussland ist gescheitert.
SUMMARY
Die belarusische Opposition hat so viel Pech, dass sie jede Chance hat, sogar in der Nominierung „Verlierer des Jahres“ zu verlieren. Die Umstände, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, und ihre eigenen Führer spielen gegen die Opposition. Letztere äußern so bezaubernde Initiativen, dass allgemein unklar ist, wie man sie ohne große Ruf- und Imageschäden aufkehren kann. Es ist nicht überraschend, dass die Proteste in Weißrussland stetig ihrem immer unvermeidlicheren Scheitern entgegensteuern. Und dabei wird die Republik ihren Nagel in den Sarg des weltweiten Mythos der Farbenrevolution schlagen.
RESPONSE
Wiederkehrende pro-Kreml Desinformationsnarrative stellen populäre Proteste als von Westen unterstützte 'Farbrevolutionen' dar, Teil einer Kampagne, um massive Mobilisierungen in Belarus als ein Destabilisierungsbemühen darzustellen, das aus dem Ausland orchestriert wird. Es werden keine Beweise zur Unterstützung der Anschuldigungen vorgelegt. Im Gegenteil, zum 10. Wochenende in Folge marschierten zehntausende Protestierende, die sich gegen den langjährigen Präsidenten Alexander Lukaschenko wenden, trotz Drohungen von Seiten der Behörden, das Feuer zu eröffnen, durch die Hauptstadt . Entgegen der Behauptung über Farbrevolutionen brachen die Proteste in Belarus aus, um die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Belarus am 9. August anzufechten, die nicht von unabhängigen Experten überwacht wurden und die von beiden internationalen Beobachtern und einem großen Teil der belarussischen Gesellschaft weitgehend als betrügerisch angesehen werden. Am 19. August 2020 erklärte der europäische Rat, dass die Wahlen in Belarus weder frei noch fair seien, und am 2. Oktober 2020 verhängte der Rat einschränkende Maßnahmen gegen 40 Personen, die als verantwortlich für Repression und Einschüchterung gegenüber friedlichen Demonstranten, Oppositionsmitgliedern und Journalisten identifiziert wurden, sowie für Fehlverhalten im Wahlprozess. Die Mobilisierungen wurden organisiert und durchgeführt von lokalen Akteuren, Oppositionspolitikern und belarussischen Bürgern, ohne jegliche ausländische Beteiligung. Siehe auch andere Beispiele für pro-Kreml Desinformationsnarrative in Belarus, wie z.B. die Behauptungen, dass die EU-Reaktion auf Lukaschenkos Sieg ein Beispiel für westliche Doppelstandards sei; dass das gleiche fehlen von Demokratie und Repression in den EU-Ländern vorhanden sei, die sie in Minsk kritisieren; dass die ukrainischen Geheimdienste möglicherweise Terroranschläge auf belarussischem Territorium geplant haben; dass der Westen ein weiteres Maidan im Land vorbereiten möchte; oder dass Belarussen, Ukrainer und Russen eine einzige Nation sind.