DISINFO: Das Krim-Referendum war der Wille der Krim-Tataren, während der Kosovo eine externe Intervention war.

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DISINFO: Das Krim-Referendum war der Wille der Krim-Tataren, während der Kosovo eine externe Intervention war.

SUMMARY

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Referendum in der Krim und der Situation im Kosovo. Das Referendum in der Krim war der Wille der Krimtataren, und der Kosovo ist eine externe Intervention.

RESPONSE

Dies ist ein wiederkehrendes pro-Kreml Desinformationsnarrativ zur Annexion der Krim durch Russland, das behauptet, die Menschen hätten sich durch ein rechtliches und demokratisches Referendum entschieden, wieder Russland beizutreten. Für ähnliche Fälle siehe hier und hier. Kein internationales Gremium erkennt das sogenannte Referendum an, das am 16. März 2014 stattfand. Am 27. Februar 2014, als es angekündigt wurde, verabschiedete die UN-Generalversammlung, die erklärte, dass das Referendum in der Krim nicht gültig sei und nicht als Grundlage für eine Änderung des Status der Halbinsel dienen könne. Ein Jahr nach der illegalen Annexion gestand sogar der Kreml ein, dass der Plan zur Annexion der Krim Wochen vor dem sogenannten Referendum angeordnet wurde.

Es handelt sich auch um pro-Kremlin-Desinformation über Länder, die vom Westen kontrolliert werden, und deren Staatlichkeit. Siehe ähnliche Fälle hier und hier. Es gab einen Bürgerkrieg im Kosovo, mit Tausenden von Opfern und Hunderttausenden von Flüchtlingen, den die westlichen Länder stoppten. 2008 betonte der EU-Rat, dass angesichts des Konflikts in den 1990er Jahren und der verlängerten Zeit internationaler Verwaltung unter der Resolution 1244 des Sicherheitsrates der Kosovo einen sui generis-Fall darstellt. Am 17. Februar 2008 stimmte die Kosovo-Versammlung einstimmig (109 anwesende Mitglieder) für die Unabhängigkeit von Serbien. Serbien erklärte, dass die Unabhängigkeit des Kosovo illegal sei, und Russland unterstützte Serbien in dieser Entscheidung. Die Grundlage für die Unabhängigkeit des Kosovo war die vorherrschende Ansicht im internationalen Recht, dass Minderheiten, die systematischer Diskriminierung ausgesetzt sind, das Recht auf Abspaltung haben. Dies bildete die Grundlage für die Anerkennung des Kosovo durch die Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten. Es gibt keine Beweise für die Behauptung, dass der Kosovo-Fall (Unabhängigkeit) “eine внешнее вмешательство” sei.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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