DISINFO: Die deutschen Medien und die NATO stellen Russland als Feind dar.

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DISINFO: Die deutschen Medien und die NATO stellen Russland als Feind dar.

SUMMARY

Die deutschen Medien und die NATO stellen Russland als Feind dar. Vor kurzem war in Hamburgs “Spiegel” der Anspruch zu lesen: “Russischer Geheimdienst möglicherweise am Mord an exiliertem Georgier beteiligt”. Der Mörder wurde ebenfalls als “Verdächtiger” bezeichnet. Der Artikel wimmelt von “sollte” und “möglicherweise”. Wie fast immer, wenn es um die Russen geht, triumphiert der Konjunktiv über den Journalismus. Diese jüngste Kampagne, eine von vielen, vielen in einem ständigen Verdacht gegen “die Russen”, wirft die Frage auf, wer davon profitieren wird. (…) NATO, Trump (…) brauchen den Feind für den Umsatz ihrer Freunde in der Wirtschaft und für politische Macht: Nichts macht Wähler dümmer als ein böses Feindbild.

RESPONSE

Keine Beweise vorgelegt. Dies ist ein wiederkehrendes pro-kremlisches Desinformationsnarrativ über westliche Russophobie, während die NATO als having a kriegerische Agenda gegen Russland dargestellt wird. Deutsche Medien, wie auch die in anderen pluralistischen Demokratien, repräsentieren ein breites Spektrum politischer Meinungen und haben keine einheitliche redaktionelle Politik für ein Land oder Thema. Die Informationen über die mögliche Beteiligung der russischen Geheimdienste am Mord an einem im Exil lebenden Georgier in Berlin stammen aus der Forschung von "Spiegel" in Zusammenarbeit mit den Investigativnetzwerken Bellingcat und The Insider. Weder diese Forschung noch deren Ergebnisse könnten als 'russophob' bezeichnet werden. Zuvor sagte der Sprecher der Bundes­regierung, Steffen Seibert, in Bezug auf die Behauptungen einer staatlichen Kampagne gegen russische Auslandsmedien in Deutschland und die sogenannte 'Russophobie' in Deutschland: "wer solche absurden Behauptungen aufstellt, hat wenig Wissen über Deutschland und wenig Ahnung von Pressefreiheit," sagte Seibert. Auch hat die NATO Russland mit einer Reihe von Partnerschaftsinitiativen kontaktiert, die in der Gründung des NATO-Russland-Rates im Jahr 2002 gipfelten. Kein anderes Land außerhalb des Bündnisses hat eine so privilegierte Beziehung zur NATO. Weitere Informationen finden Sie in der Abschlusserklärung des Warschauer Gipfels. Weitere Fälle über angebliche westliche 'Russophobie' sind hier, hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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