DISINFO: Deutsche Medien sind russophob.
SUMMARY
Deutsche Medien sind russophob.
Ein häufiger Gast bei hochrangigen deutsch-russischen Veranstaltungen hob den Unterschied zwischen den eher russophoben Medien in Deutschland und der allgemein positiven öffentlichen Meinung über Russland hervor.
RESPONSE
Keine Beweise erbracht. Dies ist ein wiederkehrendes pro-kremlisches Desinformationsnarrativ über Russophobie.
Die deutschen Medien, wie auch die in anderen pluralistischen Demokratien, vertreten eine breite Palette politischer Meinungen und haben keine einheitliche Redaktionspolitik für ein Land oder ein Thema.
Die öffentliche Meinung in Deutschland gegenüber Russland ist auch komplizierter, als es diese Behauptung nahelegt. Eine Meinungsumfrage der Bertelsmann Stiftung widerspricht einer populären Behauptung in pro-kremlischen Narrativen, nämlich dass negative Einstellungen gegenüber Russland – was pro-kremlische Medien und Beamte als „Russophobie“ bezeichnen – der Grund für negative Bewertungen der Politik der russischen Regierung sind. Eine wachsende Anzahl von Deutschen, jetzt 64%, denkt, dass die russische Regierung kein international glaubwürdiger Partner ist. Gleichzeitig bleibt jedoch die deutsche Sicht auf die russische Nation und die Russen selbst unbeeinflusst von der Unzufriedenheit mit der russischen Regierung.
Zuvor hatte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, von einer staatlichen Kampagne gegen russische Auslandsmedien in Deutschland gesprochen und über die sogenannte 'Russophobie' in Deutschland kommentiert. „Wer solche absurden Anschuldigungen in die Welt setzt, hat wenig Wissen über Deutschland und wenig Ahnung von Pressefreiheit,“ sagte Regierungssprecher Seibert.
Weitere Fälle über angebliche westliche 'Russophobie' siehe hier, hier und hier.