DISINFO: Der Westen führt eine gezielte Kampagne gegen Sputnik V.
SUMMARY
Angesichts der Tatsache, dass in internationalen medizinischen Fachzeitschriften wie The Lancet durchgehend nachgewiesen wurde, dass Sputnik V sicher und wirksam ist, scheint die wissenschaftliche Grundlage für die Einschränkung der Reise von mit Sputnik V Geimpften bestenfalls fragwürdig. Russland argumentiert seinerseits, dass politische Aspekte und eine gezielte Kampagne im Westen, um die russischen Impfstoffe zu untergraben, Leben kosten.
RESPONSE
Der Artikel ist Teil einer pro-Kremlin-Desinformationskampagne zur russischen Coronavirus-Impfung Sputnik V, die nach der Ankündigung auf Skepsis und Kritik stieß, sogar von russischen Spezialisten im Land.
Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Russland zu jeder Zeit die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs hauptsächlich im Hinblick auf geopolitische und wirtschaftliche Gewinnewahrgenommen hat.
Immunisierungsstoffe, die für den EU-Markt zugelassen werden, durchlaufen unabhängig von ihrer Herkunft die gleiche Prüfung. Für Einzelheiten zur Überprüfung von Sputnik V siehe die EMA-Website.
Pro-Kremlin-Medien zitieren häufig einen Artikel in der Lancet-Zeitschrift, der eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent für Sputnik V ohne nennenswerte Nebenwirkungen zeigt. Es gibt jedoch einige Zweifel an seiner Wirksamkeit, insbesondere was die Prüfverfahren betrifft (siehe hier und hier.) Kürzlich wurden in dem Lancet-Artikel, der am 12. Mai 2021 veröffentlicht wurde, kritische Fragen zu den Daten von Sputnik V für die klinische Phase-III-Studie aufgeworfen.
Andere Desinformationsberichte im gleichen Kontext berichteten, dass die USA und die EU aufgrund der Angst, den Erfolg Russlandsgegen das Coronavirus zuzugeben, mit zahlreichen Todesfällen konfrontiert sind; dass die WHO bestätigte, dass Sputnik V bereits im August 2020 in Phase 3 der klinischen Tests war; dass die WHO und Microsoft den russischen Impfstoffsabotierten; dass der Westen Sputnik V kritisiert, weil er Russlands Vorrang nicht akzeptieren kann und weil seine Pharmaunternehmen Milliarden von Dollarverlieren werden.