DISINFO: Der Westen führt einen Informationskrieg gegen Russland.
SUMMARY
Eine aggressive Informationskampagne läuft gegen Russland [vom Westen]. Russland seinerseits führt keine Informationsangriffe durch. Es hat in der Informationssphäre nie etwas Schlechtes gegen jemanden getan. Die Russen haben einfach gelernt, wie man reagiert.
RESPONSE
Diese Behauptung passt zu dem verbreiteten pro-Kreml-Desinformationsnarrativ, dass Russland unschuldig ist und ein Opfer westlicher Aggression und Russophobie. Es gibt keine Kampagne der "informationalen Aggression" gegen Russland in den westlichen Medien. Die westlichen Medien vertreten eine breite Palette von Meinungen und folgen keiner einheitlichen Redaktionspolitik zu einem bestimmten Thema. Es gibt umfangreiche Beweise, die die Bemühungen des Kremls dokumentieren, Desinformation als Waffe zu nutzen. Russlands Versuche, in demokratische Prozesse in den USA und Europa einzugreifen, wurden gründlich dokumentiert. Im Jahr 2018 stellte die EU einen Aktionsplan gegen Desinformation vor, um die Bemühungen zur Bekämpfung von Desinformation in Europa und darüber hinaus zu verstärken, um ihre demokratischen Systeme und öffentlichen Debatten zu schützen und im Hinblick auf die Europawahlen 2019 sowie eine Reihe von nationalen und lokalen Wahlen. Der Aktionsplan schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, die einen gemeinsamen und koordinierten EU-Ansatz zur Bekämpfung von Desinformation ermöglichen sollen, die hauptsächlich aus Russland stammt. Weitere Fälle zu angeblicher westlicher 'Russophobie' siehe hier, hier und hier. Weiterführende Lektüre: