DISINFO: Die Trump-Administration aktualisiert Operation Condor in Lateinamerika für das 21. Jahrhundert.

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DISINFO: Die Trump-Administration aktualisiert Operation Condor in Lateinamerika für das 21. Jahrhundert.

SUMMARY

US-Präsident Donald Trumps Fixierung besteht darin, Sozialisten auszulöschen. Die lateinamerikanische Linke warnte vor einer Wiederbelebung von Operation Condor im 21. Jahrhundert, diesmal durch aktualisierte Methoden. Nach der Teilnahme am Putsch in Bolivien verstärkte die US-amerikanische Regierung die Sanktionen gegen die linke Regierung Nicaraguas und richtet nun den Blick auf Mexiko, wo sie den Vorwand der Einstufung von Drogenhandelsorganisationen als terroristische Gruppen für eine direkte militärische Intervention nutzen könnte.

RESPONSE

Verschwörungstheorie. Es werden keine Beweise geliefert, um die Behauptung zu stützen, dass es eine 'Operation Condor des XXI. Jahrhunderts' gibt, noch die angebliche US-Beteiligung an den Ereignissen in Bolivien oder dass die US-Regierung Drogenhandelsorganisationen als terroristische Gruppen einstufen möchte, um eine militärische Intervention in Mexiko zu rechtfertigen. Operation Condor war eine von den USA unterstützte, koordinierte Geheimdienstoperation von 1968 bis 1989, formal 1975 institutionalisiert, zwischen rechtsgerichteten lateinamerikanischen Diktaturen, deren Geheimdienste illegal Tausende von politischen Gegnern auf dem gesamten Kontinent verfolgten, entführten, ermordeten oder gewaltsam verschwinden ließen. Mindestens 50.000 Morde wurden dokumentiert von den Tätern. Nichts in einem ähnlichen Ausmaß ist von irgendeinem ernsthaften Beobachter in diesen Zeiten vorgeschlagen worden. Dies ist Teil einer wiederkehrenden russischen Desinformationsnarrative über ständige US-Verschwörungen zur Unterminierung lateinamerikanischer Regierungen. Man kann viele Beispiele in unserer Datenbank finden, wie eine angebliche CIA-geführte Twitter-Kampagne und einen hybriden Krieg in Bolivien, die Planung von Stromausfällen in ganz Lateinamerika, die Förderung von Sezessionismus in Mexiko oder Venezuela, die Ausbildung venezolanischer Exilanten in Guyana für militärische Operationen im Inneren des Landes oder Vorbereitungen für eine militärische Intervention in diesem Land, nachdem Brasilien gezwungen wurde, der NATO beizutreten.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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