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Zahl der Woche: 75.000

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Facebook entfernte 50 Instagram-Konten, die Verbindungen zur Internet Research Agency erkennen ließen und 75.000-mal posteten.

Eine Analyse der jüngsten Desinformationskampagne von Graphika, einem führenden Unternehmen für Data Science und Netzwerkanalyse, zeigt, wie Instagram-Konten, die über gesellschaftliche und politische Themen in den USA sowie die Wahl 2020 posteten, darauf abzielten, die Gemeinschaften in Swing States im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen 2020 zu polarisieren. Facebook, das unter öffentlichem Druck steht, gegen wahlbezogene Einflussversuche auf der Plattform vorzugehen, kündigte die Entfernung in der vergangenen Woche an.

Facebook kam zu dem Schluss, dass die Operation „aus Russland stammte“ und „einige Verbindungen zur Internet Research Agency (IRA)“ aufwies – der russischen Trollfabrik, die zuvor US-Zielgruppen und die US-Präsidentschaftswahl 2016 ins Visier genommen hatte.Die IRACopyPasta-Kampagne, die diesen Spitznamen aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit mit den vorherigen IRA-Kampagnen erhielt, konzentrierte sich auf gesellschaftlich spaltende Themen wie Rasse, Einwanderung und Rechte aus dem Zweiten Verfassungszusatz (Waffenbesitz).

Die 50 Konten gaben an, verschiedene politisch aktive US-Gemeinschaften von beiden Seiten des politischen Spektrums zu repräsentieren, darunter schwarze Aktivisten, Unterstützer der Polizei, LGBT-Gruppen, christliche Konservative, Muslime, Umweltschützer und Aktivisten für Waffenrechte. Einige unterstützten Senator Bernie Sanders und einige Präsident Donald Trump.

Bemerkenswert ist, dass eine Reihe von Konten, die sowohl linke als auch rechte Ansichten vertraten, Joe Biden angriffen, der auf Grundlage aktueller Umfragen weithin als der führende demokratische Präsidentschaftskandidat gilt. Dies weckt Erinnerungen an eine ähnliche Strategie, die die IRA während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 gegen Hillary Clinton einsetzte. Darüber hinaus griffen einige Konten auch die demokratischen Kandidatinnen Kamala Harris und Elizabeth Warren an, die mit Bernie Sanders um die Nominierung der Demokraten konkurrieren. Fast die Hälfte der 50 Konten behauptete, in Swing States ansässig zu sein, insbesondere in Florida.

Doch die Ähnlichkeiten mit früheren IRA-Kampagnen enden nicht bei der Wahl der Ziele und Inhalte.Einige der 50 Instagram-Accounts verwendeten tatsächlich Inhalte erneut, die ursprünglich von der IRA produziert wurden, obwohl nachgebildete IRA-Inhalte für sich genommen keine ausreichende Grundlage sind, um eine eindeutige Zuschreibung vorzunehmen. Zudem teilten mehrere Accounts denselben Inhalt nur wenige Stunden auseinander, was darauf hindeutet, dass sie sehr wahrscheinlich Teil desselben Netzwerks waren.

Viele Beiträge enthielten lediglich Memes ohne begleitenden Text, ein Ansatz, der möglicherweise darauf abzielte, das Risiko von Sprachfehlern zu verringern – eines der wichtigsten verräterischen Anzeichen für unauthentische Inhalte russischen Ursprungs. In ähnlicher Weise waren Beiträge, die doch Text enthielten, meist ein Copy-and-Paste viraler Beiträge, die ursprünglich von amerikanischen Accounts erstellt wurden – daher der Beiname „IRACopyPasta“. Auch Screenshots von Tweets echter Amerikaner wurden verwendet.

Die meisten Beiträge dieser Instagram-Accounts handelten von allgemeinen Nachrichten, vermutlich mit dem Ziel, die Marke und Glaubwürdigkeit der Online-Persona aufzubauen. Was die Reichweite betrifft, erhielten einige Beiträge Hunderte von Likes, wenngleich diese Zahlen um Größenordnungen niedriger waren als bei den amerikanischen Originalen, die sie kopierten. Die meisten Accounts hatten weniger als 5.000 Follower, und nur der Account mit Fokus auf Umweltthemen hatte mehr als 20.000 Follower.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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