DISINFO: Litauen kämpft gegen das belarussische AKW, weil es sich von der EU beleidigt fühlt.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: sputnik.by ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: August 30, 2019
  • Genannte Länder/Regionen: Weißrussland, Litauen

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DISINFO: Litauen kämpft gegen das belarussische AKW, weil es sich von der EU beleidigt fühlt.

SUMMARY

Vilnius arbeitet an der Schaffung einer internationalen Koalition gegen das belarussische Kernkraftwerk. Zuvor musste Litauen auf Bitte der EU sein Kernkraftwerk abschalten, sodass eine Situation, in der das benachbarte Weißrussland ein neues Kernkraftwerk gebaut hat, Litauen beleidigt.

RESPONSE

Dies ist eine Verschwörung im Rahmen einer Reihe von Fehlinformationsbehauptungen bezüglich der Bau des belarussischen Kernkraftwerks (NPP) in Astravets. Litauen steht dem Bau des Astravets-Kernkraftwerks (NPP) entgegen, da das Projekt nicht den internationalen Standards zum Umweltschutz und zur nuklearen Sicherheit entspricht und an einem Standort errichtet wird, der im Vergleich zu alternativen Standorten nicht ausreichend gerechtfertigt wurde. Am 7. Juni 2011 reichte Litauen eine Beschwerde beim Umsetzungsausschuss der Konvention über die Umweltverträglichkeitsprüfung (Espoo-Konvention) im Fall des Kernkraftwerks Astravets ein. Im Februar 2019 verabschiedete die Tagung der Vertragsparteien der Espoo-Konvention einen Beschluss, der anerkannt hat, dass Weißrussland gegen einige Bestimmungen der Konvention bezüglich der Standortauswahl verstoßen hat und ermutigte Weißrussland und Litauen, die bilateralen Fachberatungen fortzusetzen. Siehe frühere Fehlinformationsfälle, die behaupten, dass Litauen gegen das belarussische NPP auf Befehl von Schweden und Finnland kämpft, dass Dalia Grybauskaitės Opposition gegen das NPP ein Versuch ist, Litauens eigene Misserfolge in der Kernenergie zu verbergen, dass die Serie "Tschernobyl" darauf abzielte, das belarussische Kraftwerk und die belarussisch-russischen Beziehungen zu diskreditieren und dass westlich finanzierte Umwelt-NGOs in Weißrussland eine große Kampagne gegen Rosatom und Russland organisieren.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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