DISINFO: Die EU genehmigt Sputnik V nicht aufgrund politischer und künstlicher Vorurteile.
SUMMARY
Der EU-Botschafter in Russland, Markus Ederer, wies die Vorwürfe zurück, dass die Zulassung von Impfstoffen gegen das Coronavirus, einschließlich des russischen Sputnik V, politisiert sei, und betonte, dass es sich nur um einen technischen Prozess handelt. Allerdings glauben nicht alle, dass die Tatsache, dass Sputnik V von der EMA und der WHO nicht zugelassen wurde, auf technische Gründe der Überprüfung zurückzuführen ist. Politische und künstliche Vorurteile rund um den Impfstoff existieren.
RESPONSE
Wiederkehrende Desinformationsnarrative rund um Sputnik V.
Es gibt keine Beweise für eine Voreingenommenheit gegen den russischen Impfstoff durch die EU oder ihre Regulierungsbehörden. EMA und EU-Führungskräfte haben öffentlich erklärt, dass sie Sputnik V willkommen heißen würden, wenn er die geltenden Standards für Impfstoffe erfüllt. Die Exekutivdirektorin der EMA, Emer Cooke, sagte, sie hoffe, dass der Sputnik V Impfstoff genehmigt wird. Zu diesem Zweck führt die EMA eine fortlaufende Prüfung durch, die Besuche in russischen Einrichtungen umfasst.
Die EMA hat bisher vier Impfstoffezertifiziert. Die fortlaufende Prüfungvon Sputnik V wurde am 4. März 2021 gestartet. Pro-Kreml-Medien zitieren oft einen Artikelim Lancet-Magazin, der eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent für Sputnik V ohne nennenswerte Nebenwirkungen zeigte. Es gab jedoch einige Zweifel an seiner Wirksamkeit, insbesondere was die Verfahrensweisen der Studien betrifft (siehe hier und hier.) Kürzlich wurden im Lancet-Artikel, der am 12. Mai 2021 veröffentlicht wurde, kritische Fragen zu den Sputnik V-Daten für die Phase-III-Klinikstudie aufgeworfen.
Laut Berichten von Reuters hat der Entwickler von Sputnik V einejüngste Frist vom 10. Juni 2021 zur Einreichung erforderlicher Daten verpasst, was den Genehmigungsprozess möglicherweise verzögern könnte.
Die EMA verpflichtet sich, denselben regulatorischen Ansatz und dieselbe wissenschaftliche Strenge auf alle Impfstoffanträge anzuwenden, die den europäischen Anforderungen an Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität entsprechen, und steht im Dialog mit mehr als 50 Impfstoffentwicklern aus der ganzen Welt.
Siehe andere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative in unserer Datenbank, wie die Behauptungen, dass dieser Impfstoff in der EU aufgrund eines politischen Aspektsimmer noch nicht anerkannt wird, dass er in der Slowakei großer Desinformationausgesetzt war, dass der Westen eine gezielte Kampagnedagegen führt, oder dass die Haltung westlicher Politiker gegenüber Sputnik V die Impfstoffskepsis in Russlandnährt.