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Wie der Teufel die Bibel liest

Redner am RT-Podium mit teuflischer Schattenfigur und DISINFORMATION-Stempel (Von KI generierte Beschreibung)
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„Dänische Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass RT in den sozialen Medien einen ‚außergewöhnlichen Einfluss‘ habe.“

So lautete die Überschrift von einem aktuellen Artikel, der von der russischen, staatlich kontrollierten Nachrichtenagentur RIA Novosti veröffentlicht wurde. Eine ähnliche Geschichte brachte Sputnik, ebenfalls auf Russisch.

Die sensationelle Schlagzeile über den „außergewöhnlichen Einfluss“ wirkt wie ein Schulterklopfen für RT; tatsächlich ist sie jedoch ein Stück Wunschdenken.

Was die Forscher an der Universität Kopenhagen tatsächlich festgestellt hatten, war, dass RT bei einer sehr speziellen und engen Gruppe von Nutzern sozialer Medien beliebt ist, nämlich bei Menschen, die wahrscheinlich Desinformation teilen.

„Wir fanden RT als das wichtigste Profil unter den Top-50-Profilen […] im Desinformationsnetzwerk“, erklärten die Forscher im Abstract ihrer Studie, die in International Affairs veröffentlicht wurde.

Desinformation wird für viele unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Manchmal, wie in diesem Fall, besteht das Ziel darin, beim russischen Inlands­publikum die Illusion zu erzeugen, dass kostspielige Kreml-Propagandaorgane wie RT (Russia Today) außerhalb Russlands als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle breite Akzeptanz genießen.In der Realität ist RTs Zuschauerschaft eher bescheiden.

RIA Nowosti, Sputnik und RT haben alle dieselbe Chefredakteurin, Margarita Simonjan.

RIAs Manipulation der dänischen Studie wurde auch von Stopfake analysiert.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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