Desinformation im Jahr 2018: Zwölf peinliche Momente
Desinformation ist ein ernstes Problem. Sie wird vom Kreml als Mittel zur Machtausübung in der russischen Innen- und Außenpolitik eingesetzt, und sie untergräbt das Vertrauen in freien und unabhängigen Journalismus.
Doch trotz ihrer Schwere kann Desinformation auch komisch sein, wenn diejenigen, die versuchen, das Publikum in die Irre zu führen, Fehler machen und entlarvt werden; dies zeigt die Grenzen der Desinformation als Machtinstrument.
2018 gab es viele solcher peinlichen Fälle, in denen unbeholfene Versuche zu desinformieren von Faktencheck-Journalistinnen und -Journalisten unter die Lupe genommen wurden.
Das russische Staatsfernsehen zeigte, was es als Kampfszenen aus Syrien bezeichnete. Doch das Material stammte aus dem Computerspiel „Arma 3”.
Das russische Staatsfernsehen zeigte den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un lächelnd beim Händeschütteln mit dem russischen Außenminister. Doch das Lächeln wurde mit Photoshop hinzugefügt.
Desinformation wird nicht unbedingt mit moderner Technologie produziert. Einige in der Branche halten weiterhin an altmodischen Tricks fest.
RT (Russia Today) wollte uns glauben machen, dass die Salisbury-Verdächtigen einfach ganz normale Touristen waren.Doch das russische Publikum durchschaut den Nebel der Unwahrheit.
Als Präsident Putin die sibirische Stadt Omsk besuchte, zeigte das russische Staatsfernsehen Bilder einer grünen Erholungslandschaft rund um ein Wohngebiet. Aber es war nicht Omsk.
Ein Freud’scher Versprecher? Das russische Staatsfernsehen bezeichnete das Asowsche Meer fälschlicherweise als „unser Binnenmeer“, kurz bevor die Lage in der Region eskalierte.
„Wahlbeobachter des Europarats fanden keine Unregelmäßigkeiten“: Eine russische Nachrichtenagentur zeigte, wie eine Aussage zugleich wahr und Desinformation sein kann.
Das staatlich kontrollierte russische Fernsehen interviewte dänische Politiker. Doch die Politiker konnten ihre eigenen Worte nicht wiedererkennen, als sie hörten, wie sie ins Russische übersetzt worden waren.
Wie bringt man einen Experten dazu, in einer TV-Sendung genau das zu sagen, was man hören will? Das russische Staatsfernsehen zeigte, wie es geht.
Das russische Staatsfernsehen zeigte „einen der fortschrittlichsten Roboter“, der zum Little-Big-Song „Skibidi“ tanzte.Aber der Roboter war in Wirklichkeit ein Mann in einem Kostüm.
Das russische Staatsfernsehen interviewte einen „Ukrainer“, der sich über sein Land beschwerte. Doch der Interviewte war in Wirklichkeit ein belarussischer Schauspieler.
Das russische Staatsfernsehen zeigte, was es als die Produktion von Desinformation durch die britischen Streitkräfte darstellte. Vermutlich hoffte man, dass niemand bemerken würde, woher das Filmmaterial stammte.
Oberes Bild: RT-Screenshot über iNews







